Das neue Cannondale Topstone Carbon macht das Graveln komfortabler

Von Tom | 22 Juni 2019

Kaum wurde das Topstone Carbon offiziell vorgestellt, finden sich schon einige Testberichte im Netz. Das liegt daran, dass das Rad schon vor der Bekanntgabe an Händler und Bikemagazine ausgeliefert wurde.

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Ich wollte mir aber selbst ein Bild machen von den Fahreigenschaften des Topstone Carbon. Ich bin begeisterter Gravelfahrer und schätze die Freiheit, die mir diese Bikes geben. Forstweg - super, Strasse - auch willkommen, Trails - sicher...bis zu einem gewissen "Wurzellevel".

Das Topstone Carbon besitzt eine ausgewogene Geometrie basierend auf der des Cannondale Synapse. Diese ist ausreichend aufrecht für Ganztagestouren und Offroad Kontrolle, aber auch niedrig genug um auf der Strasse richtig Gas geben zu können.

Das Herzstück ist Cannondale's neues revolutionäres Dämpfungssystem "Kingpin", das über 4 Jahre entwickelt wurde und dem Fahrer am Hinterbau bis 30mm progressive Dämpfung gibt. Für mehr Komfort, Kontrolle und Traktion.

Kingpin

Aber wie soll das für verschiedene Fahrergewichte funktionieren?

"Proportional Response" ist die Antwort. Federung und Fahrgefühl sind für jede Rahmengröße spezifisch angepasst. Cannondale nutzt das Carbon-Layup und die Rohrdurchmesser, um genau das richtige Maß von Steifigkeit und Flex für jeden Fahrertyp zu erzielen.

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Cannondale hat praktisch alle seine Innovationen in das Topstone Carbon gepackt:

  • Die "Outfront"-Technologie gibt dem Topstone eine messerscharfes Lenkverhalten. Dabei ist das Vorderrad nach vorne gerückt, was dem Fahrer Sicherheit in rauem Gelände und bei schnellen Fahrten gibt, aber doch agil und wendig genug für enge Kurven ist.
  • Durch "Asymetric Integration" können trotz sehr kurzer Kettenstreben, die dem Topstone die Wendigkeit eines Rennvelos geben, breite Pneus montiert werden. Reifenfreiheit bis 40mm oder mit 650b Laufrädern sogar bis 48mm.
  • Schutzbleche können befestigt werden.
  • Unzählige Befestigungsmöglichkeiten für Flaschenhalter und Ausrüstung.
  • Geeignet für Teleskopstützen mit innenverlegter Leitung.
  • Speed Release Steckachsen.
  • Ein integrierter Laufradsensor liefert exakte Werte für Geschwindigkeit, Route und Fahrstrecke, hilft dir bei der Registrierung deines Rades, erinnert dich an Service-Intervalle und noch mehr – alles über die gratis Cannondale-App.

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Mein Eindruck fehlt jetzt noch...Losgefahren bin ich auf Asphalt. Da fühlte sich das Topstone Carbon wie ein Rennvelo an. Spritzig, agil. Da merkte man die Verwandtschaft zum Synapse. Dann ging es weiter auf Forstwegen. Für mich das "Hauptterrain" des Topstone. Der Komfort am Hinterbau machte sich sofort bemerkbar. Ich konnte ohne Probleme sitzenbleiben auch da wo der Forstweg langsam in einen breiten Wanderweg überging. Das "Kingpin"- Federungssystem funktioniert also erstaunlich gut. Das Lenkverhalten ist wie von Cannondale gewohnt, präzise und agil. Der flache Lenkkopfwinkel, der dem Bike Laufruhe gibt, platziert das Vorderrad weiter vorne als gewohnt. Dies gibt Sicherheit im rauhen Terrain. Dank der Outfronttechnologie bleibt das Bike doch wendig und agil.

Natürlich wollte ich das Topstone noch ausreizen und bog in einen Trail ab, den ich sonst mit dem Bike abfahre. Da zeigte sich dann schon, wo die Grenzen sind, wenn die Wurzelteppiche zu dicht werden. Macht aber nichts. Schliesslich ist es dennoch kein Bike.

Cannondale ist da auf jeden Fall ein sehr innovatives Gravel-Bike gelungen.

Wenn sich jemand selber eine Meinung bilden möchte, haben wir ein Topstone Carbon als Testvelo im Geschäft.

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